Zecken - Die gefährlichsten Tiere Deutschlands

13.05.2014

Sie lauern im hohen Gras, Gebüsch und dichtem Unterholz: Zecken.


Zecken zählen zu den Spinnentieren. Sie lieben es warm und feucht. Ab acht Grad Außentemperatur werden sie aktiv. Auf der Suche nach einer Blutmahlzeit lassen sie sich im Vorübergehen von Grashalmen oder Zweigen abstreifen und gelangen so unbemerkt auf ihren Wirt.

 

Durch streunende Katzen und Hundespaziergänger im Fell mitgebracht, sind Zecken nicht mehr nur im Wald anzutreffen, sondern auch in Parks und Gärten.

 

In Deutschland ist der zu den Schildzecken gehörende Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) die am häufigsten vorkommende Zeckenart.

Wie kann ich Zeckenstichen vorbeugen?

 

Einen 100%igen Schutz gibt es nicht. Es sind jedoch einige vorbeugende Maßnahmen möglich, die das Risiko eines Zeckenstichs vermindern. Vorbeugend könnt Ihr, bei einem Aufenthalt in der Natur, geschlossene Kleidung (lange Hose und Ärmel) und festes Schuhwerk tragen.

 

Ebenso können bei Mensch und Hund sogenannte Repellents auf die Haut aufgetragen werden. Während sich der Mensch mit Sprays und Lotionen Zecken fernzuhalten versucht, kommen bei Hunden vor allem Spot-on-Präparate, die auf die Haut des zu schützenden Tieres getropft werden, zum Einsatz. Damit das Tier diese nicht ableckt, verabreicht man die Präparate im Nackenbereich. Von dort aus verteilen sie sich über die Körperoberfläche und bieten für einige Woche Schutz.

 

Auch spezielle Zeckenschutzhalsbänder können eingesetzt werden. Diese wirken ebenfalls kontinuierlich über längere Zeit. Es kann jedoch nötig sein, diese vor dem Baden vom Hund abzunehmen, um die Wirksamkeit zu erhalten.

 

Seit Kurzem ist auch eine Kautablette auf dem Markt, was interessant für Hunde sein könnte, die mit Nebenwirkungen auf die Spot-on-Präparate reagieren. Erkundigt Euch bei Eurem Tierarzt.

 

Wichtig!

 

Nach jedem Spaziergang solltet Ihr Euch und Euren Hund gründlich nach Zecken absuchen. Zecken stechen nicht sofort, sondern laufen auf der Suche nach einer geeigneten Stelle zunächst auf der Kleidung, der Haut oder dem Fell, so dass Sie leicht abzusuchen sind.

Jagdhund stöbert in hohem Gras

Welche Krankheiten übertragen Zecken?


Zecken können über 50 verschiedene Krankheiten übertragen, ohne sich selbst zu infizieren.

 

Die häufigsten, von Zecken übertragenen Krankheiten beim Menschen sind die Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose. Eine FSME-Impfempfehlung gibt es für Personen, die in Risikogebieten leben bzw. dorthin reisen oder in Land- und Forstwirtschaft arbeiten. Euer Hausarzt berät Euch.

 

Anders als beim Menschen ist beim Hund ein Impfschutz gegen Borreliose möglich. Die Impfung ist empfohlen für alle Hunde, die einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind, wie etwa Jagdhunde. Auch vor dem Urlaub in zeckenbelastete Regionen empfiehlt sich eine Impfung.

 

In Deutschland sind verschiedene Impfstoffe gegen Borreliose erhältlich. Ein wirksamer Schutz vor dem Bakterienstamm Borrelia burgdorferi sensu stricto, welcher als Hauptauslöser der Borreliose beim Hund nachgewiesen ist, ist dabei wichtig. Fragt einfach mal bei Eurem Tierarzt nach.

Wie entferne ich eine Zecke?

 

Eine Zeckenzange gehört zur Standardausrüstung eines jeden Hundehalters.

 

Beim Entfernen einer Zecke achtet darauf, diese mit der Zange direkt an deren Kopf dicht über der Haut zu greifen und gerade herauszuziehen. Auf keinen Fall Öl oder andere Substanzen verwenden, die die Zecke zusätzlich stressen und veranlassen, noch einmal Speichel und damit evtl. Erreger in den Wirt zu pumpen.

 

„Werkzeuge“ zum Entfernen von Zecken sind in unterschiedlichen Ausführungen im Zoohandel erhältlich. Hier müsst Ihr einfach mal ausprobieren, mit welchem Gerät Ihr am besten klarkommt.

Wie die entfernte Zecke richtig entsorgen?


Wohin mit der Zecke nach der erfolgreichen Entfernung? Zeckenforscher haben diverse Methoden der Zeckentötung geprüft.


Das Ziel:

Zecken sollten sicher abgetötet werden, ohne dass der Mensch dabei in Kontakt mit den Körperflüssigkeiten der Zecke kommt. Ein solcher Kontakt könnte dazu führen, dass in der Zecke befindliche Krankheitserreger in den menschlichen Organismus gelangen - zum Beispiel durch eine kleine Wunde.


Das Ergebnis:
Am wirkungsvollsten erwies sich im Zeckenhärtetest das Zerdrücken von Zecken mit einem festen Gegenstand, z.B. einem Glas. Dazu sollten die Zecken in einem zusammengefalteten Papier eingeklappt werden. Danach wird ein Wasserglas mit Druck über das Papier gezogen. Die Methode erwies sich im Test sowohl für erwachsene Zecken als auch für Nymphen als geeignet. Ebenfalls erfolgreich war das Töten in 40-prozentigem Alkohol, Chlorreiniger und Sagrotan.


Ungeeignete Methoden:

Als ungeeignet erwiesen sich das Zertreten mit dem Schuhabsatz oder das Zerquetschen mit dem Fingernagel. Auch vom Herunterspülen der Zecke in der Toilette sollte abgesehen werden. Wie ein Zeckenhärtetest gezeigt hat, überleben Zecken eine geraume Zeit im Wasser.

Quellen: Robert-Koch-Institut (www.rki.de); www.zecken.de

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